Musste ja passiern: dieStandard veröffentlicht einen selten dämlichen, aber halt typisch feministischen Propaganda-Artikel. Das Thema ist der trendige Kampfbegriff "Toxische Männlichkeit" (engl. "toxic masculinity"), der darstellt, dass Männer zumindest nicht ausschliesslich aktiv schuld an allem sind. Dass aber faktisch der überragende Grossteil der Männer von Frauen erzogen werden, lässt man dabei gern unter den Tisch fallen. Das erklärt man höchstens insofern, dass Männer bezüglich Vaterrolle Drückeberger sind. Und natürlich sinds mal wieder die Medien, die einer jeden aufrechten Mutter in die Erziehung weg von stereotypen Rollenbildern hineinpfuschen.
Wie siehts denn wirklich aus? Nun, da wäre mal die Stellung in der Gesellschaft. Während der vermutlich niedrigste gesellschaftliche Status einer Frau diese auf ihre Sexualität reduziert, ist es beim Mann seine relative Entbehrlichkeit für die Gesellschaft. Männer können in Kriegen verheizt werden und die gefährlichsten Jobs ausführen. Als Mann muss man sich erst als wertvoll für die Gesellschaft beweisen, ansonsten ist man wertlos. Das manifestiert sich zum Beispiel in der Tatsache, dass 3 von 4 Obdachlosen männlich sind, 3 von 4 Selbstmorden Männer betrifft oder 9 von 10 tödlichen Arbeitsunfälle Männer trifft.
Andererseits werden Männer eher als das aktive Geschlecht gesehn. Das hat Vorteile, Männer werden eher als ernstnehmbar eingestuft als Frauen. Genausogut hat das aber auch Nachteile, denn Männer werden eher als Täter denn als Opfer gesehen. So werden Männer bei gleichen Strafen eher verurteilt als Frauen und fassen höhere Strafen aus. Nicht umsonst steht in der Zeitung meistens "Schlägerei", wenn ein Mann verprügelt wird (wenn überhaupt) und "körperliche Misshandlung", wenns eine Frau trifft. Wenn eine Frau einen Mann öffentlich schlägt, wird grösstenteils angenommen, der Mann hats schon verdient. Umgekehrt kommt sofort jeder Mann einer Frau zuhilfe, wenn ein Mann sie schlägt.
Vielleicht liegts ja auch ein bissl daran, dass das Verhältnis häuslicher Gewalt derart gegen Männer spricht - Weil Männern seltener geglaubt wird, dass sie von ihrer Partnerin misshandelt werden? In den USA ist es eine Polizeivorschrift, dass bei Fällen häuslicher Gewalt immer der Mann verhaftet werden muss (egal, wer der Täter ist). Und während es Frauenhäuser gibt, die sich speziell um von Gewalt bedrohten Frauen kümmern, sind derartige Einrichtungen für Männer Mangelware.
Diese Einstellung ist international, denn nur bei Frauen scheint der menschliche Beschützer-Instinkt derart zielsicher anzuspringen. Boko Haram hat hunderte Menschen massakriert, aber als sie 200 Frauen entführten, ist die ganze Welt zum Stillstand gekommen und sogar die First Lady hat darüber getwittert. Und die Proteste in Ägypten gingen erst wirklich los, als eine Frau von Polizisten geschlagen wurde, während ein gleich misshandelter Mann im gleichen Video (!) komplett ignoriert wurde.
Das bekommt man alles als Mann mehr oder weniger unterbewusst mit: Mann ist grundsätzlich weniger wert, ausser er leistet was für die Gesellschaft, dann ist er mehr wert und dann schrein ihm die Feministinnen "Watch your privilege!" hinterher. Männer machen grösstenteils die Arsch-Arbeiten in der Gesellschaft, die gefährlichen, die stressigen, die anstrengenden und die unangenehmen. Aber die Sonntagsbloggerinnen von DieStandard sehn nur die Terroristen, Kindsmänner, Schläger.
"Keine Schande"... Klar, weil Frauen so derart verständnisvoll sind, wenns einem Mann schlecht geht. Schwache Männer sind nicht sexy, nicht cool, nicht anschmiegsam. Männer sollen der Fels in der Brandung sein. Als emotionaler Mann bist ziemlich schnell abgeschrieben.
Sexismus is erst echter Sexismus, wenns indirket wieder Frauen trifft.
Samstag, 28. Juli 2018
Samstag, 21. April 2018
Prostitution und Menschenhandel Lässt sich das trennen?
Das fragt uns der Bayrische Rundfunk. Denn so wird uns das in den Medien zumeist präsentiert: Armeen von Mädchen werden mit falschen Versprechen von Model- und Tänzerkarrieren in das Ausland verschleppt, um sich zu prostituieren. Und welche Frau würde ernsthaft für Geld Sex mit jedem Mann haben wollen, der da daherkommt? Ganz klar, Prostitution ist die älteste patriarchale Form sexueller Ausbeutung und Gewalt von und an Frauen!
Die Realität sieht natürlich anders aus. Oder vielleicht nicht "anders", nur vielschichtiger und breiter gefächert. Und natürlich lässt sich Prostitution und Menschenhandel trennen. Menschenhandel passiert dort, wo viel Geld zu verdienen ist. Prostitution ist einer dieser Zweige, wo das der Fall ist - Nachfrage und Angebot. Deutschland ist da gerade ein gutes Beispiel: Wenn in allen umliegenden Ländern Prostitution wegen der Illegalität gefährlich ist und die Löhne viel niedriger sind, dann boomt sie natürlich in Ländern, wo das erlaubt ist und die Wirtschaft boomt. Und wenn das legale Angebot nicht nachkommt, dann springen illegale Anbieter ein. Das funktioniert so bei gefälschten Marken-Taschen und -Schuhen, bei Fliessband-Arbeitern, China-Restaurant-Köchen und natürlich auch bei Prostitution. Aus der Sicht überrascht es auch nicht, dass sogar Amnesty International sich für eine Dekriminalisierung einsetzt.
Die Prostitution hat für solche Anbieter den fragwürdigen "Vorteil", dass das Gewerbe sozial geächtet ist. Das will keiner sehn, deshalb schaut auch keiner hin und die, die das Gewerbe ausführen, sind meist unerwünscht in der sauberen Öffentlichkeit. Die werden halt immer nur dann ins Licht gezerrt, wenn es um "die Unterdrückung der Frau" geht. Da überrascht es nicht, dass ein guter Teil der Sex-Worker äussert allergisch auf Feministinnen reagieren.
Speziell, wenn dann immer so hohle Phrasen wie "Sie verkauft ihren Körper" gedroschen werden. Genausogut könnte man behaupten, eine Masseusse oder eine Friseuse "verkauft ihre Hände". Eine Sex-Workerin bietet einen Service. Und, Überraschung, sie besitzt ihren Körper danach noch! Eine Frau kann Sex haben, mit wem sie will, aber wenn sie dafür Geld nimmt, wird sie vom bösen Patriachat unterdrückt? Hier kollidieren dann zwei Ansichten von Freiheit brutal miteinander.
Ich geh sogar weiter: Sex-WorkerInnen sind ein wichtiger sozialer Faktor in einer sozialen Gesellschaft. Eine deutsche Sex-Workerin, die voher als Therapeutin gearbeitet hat, hat gemeint, dass sie als Prostituierte mehr Männer weinen gesehn hat als als Therapeutin! Die Idee, dass Männer allein für den schnellen Sex zur Nutte gehn, ist ein feministisches Hirngespinst. In einem Reddit-AmA hab ich sogar gelesen, dass 9 von 10 Interaktionen mit Männern NICHT sexuell sind. Soviel zum Thema "Reduktion auf ein triebgesteuertes Tier"
Als in Ägypten Salafisten anfingen, Bordelle zu verbrennen, wurde ein Anstieg von Frauenfeindlichkeit registriert. Zufall? Oder vielleicht sind Männer, die Sex (oder vielleicht auch nur ein offenes, nicht-wertendes Gespräch mit einer Frau) hatten, einfach entspannter...?
Die Realität sieht natürlich anders aus. Oder vielleicht nicht "anders", nur vielschichtiger und breiter gefächert. Und natürlich lässt sich Prostitution und Menschenhandel trennen. Menschenhandel passiert dort, wo viel Geld zu verdienen ist. Prostitution ist einer dieser Zweige, wo das der Fall ist - Nachfrage und Angebot. Deutschland ist da gerade ein gutes Beispiel: Wenn in allen umliegenden Ländern Prostitution wegen der Illegalität gefährlich ist und die Löhne viel niedriger sind, dann boomt sie natürlich in Ländern, wo das erlaubt ist und die Wirtschaft boomt. Und wenn das legale Angebot nicht nachkommt, dann springen illegale Anbieter ein. Das funktioniert so bei gefälschten Marken-Taschen und -Schuhen, bei Fliessband-Arbeitern, China-Restaurant-Köchen und natürlich auch bei Prostitution. Aus der Sicht überrascht es auch nicht, dass sogar Amnesty International sich für eine Dekriminalisierung einsetzt.
Die Prostitution hat für solche Anbieter den fragwürdigen "Vorteil", dass das Gewerbe sozial geächtet ist. Das will keiner sehn, deshalb schaut auch keiner hin und die, die das Gewerbe ausführen, sind meist unerwünscht in der sauberen Öffentlichkeit. Die werden halt immer nur dann ins Licht gezerrt, wenn es um "die Unterdrückung der Frau" geht. Da überrascht es nicht, dass ein guter Teil der Sex-Worker äussert allergisch auf Feministinnen reagieren.
Speziell, wenn dann immer so hohle Phrasen wie "Sie verkauft ihren Körper" gedroschen werden. Genausogut könnte man behaupten, eine Masseusse oder eine Friseuse "verkauft ihre Hände". Eine Sex-Workerin bietet einen Service. Und, Überraschung, sie besitzt ihren Körper danach noch! Eine Frau kann Sex haben, mit wem sie will, aber wenn sie dafür Geld nimmt, wird sie vom bösen Patriachat unterdrückt? Hier kollidieren dann zwei Ansichten von Freiheit brutal miteinander.
Ich geh sogar weiter: Sex-WorkerInnen sind ein wichtiger sozialer Faktor in einer sozialen Gesellschaft. Eine deutsche Sex-Workerin, die voher als Therapeutin gearbeitet hat, hat gemeint, dass sie als Prostituierte mehr Männer weinen gesehn hat als als Therapeutin! Die Idee, dass Männer allein für den schnellen Sex zur Nutte gehn, ist ein feministisches Hirngespinst. In einem Reddit-AmA hab ich sogar gelesen, dass 9 von 10 Interaktionen mit Männern NICHT sexuell sind. Soviel zum Thema "Reduktion auf ein triebgesteuertes Tier"
Als in Ägypten Salafisten anfingen, Bordelle zu verbrennen, wurde ein Anstieg von Frauenfeindlichkeit registriert. Zufall? Oder vielleicht sind Männer, die Sex (oder vielleicht auch nur ein offenes, nicht-wertendes Gespräch mit einer Frau) hatten, einfach entspannter...?
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