Im Zuge des erschreckenden und scheusslichen Weinstein-Skandals ist für viele Frauen immer wieder erschreckend, wie ungläubig die meisten Männer darauf reagieren. Statistisch erlebt jede 5. Frau sehr schwere sexuelle Gewalt (Nötigung 13.5 %, versuchte Vergewaltigung 8.9%, Vergewaltigung 7%) und 3 von 4 Frauen (74,2%) erleben sexuelle Belästigung.
Das Problem scheint für Männer komplett unsichtbar zu sein. Ein normaler Stadtmann sieht täglich dutzende, wenn nicht hunderte Frauen. Und für einen modernen, liberalen Mann möchte man wissen, wer diese Armee ist, die sich über alle diese Frauen hermacht.
Daten und Zahlen dazu sind schwer zu bekommen. Einerseits ist die Dunkelziffer unbekannt. Andererseits konzentrieren sich die meisten Artikel auf die Opfer, weniger auf die Täter. Die Presse schreibt dazu, dass jährlich sechs von 100.000 Österreichern wegen Vergewaltigung angezeigt werden und es jährlich seit 2006 zwischen 700 und 1000 Anzeigen gibt. Im Jahr 2015 waren 20.6% davon Nichtösterreicher, die 14,6% der Gesamtbevölkerung ausmachen.
Es gibt laut 2016 4,3 Millionen Frauen in Österreich. Österreichische Frauen haben eine Lebenserwartung von 83,2 Jahren, was einen Durchschnitt von 50 000 Frauen in jedem Jahrgang macht. Der Statistik nach werden demnach pro Jahr zirka 6500 Frauen sexuell genötigt, etwa 4500 Frauen erleben eine versuchte Vergewaltigung und um die 3500 Frauen werden vergewaltigt.
Die Zahlen entsprechen sich nichtmal ansatzmässig. Das liegt gut und gerne daran, dass dass in vielen Fällen erst gar nicht Anklage erhoben wird: StaatsanwältInnen dürfen nur jene Fälle, die auch Aussicht auf eine Verurteilung haben, überhaupt zur Anklage bringen. Wirklich starke Beweise gibt es fast nie, weshalb oft Aussage gegen Aussage steht.
Und zumindest in den USA wird die Zahl der Falsch-Anklagen zwischen 2 und 20% angegeben und prominte Fälle gibt es in den USA wie auch hier in Europa. Collegues und Universities scheinen richtig gefährlich zu sein, wie einige ... Fälle ... inzwischen... implizieren.... Glaubt man der Daily Mail, dann sollten Männer nichtmal versuchen, mit Frauen zu schlafen, wenn sie auch nur ein einziges alkoholisches Getränk hatten. Gerade solche Fälle sind Gift für ernsthafte Bemühungen, die Situation einfacher zu machen.
Leicht zu verstehen ist das alles nicht. Ich bin letztens mit vier Kolleginnen am Tisch gesessen, hätte ich fragen sollen, wer sie belästigt hat? Natürlich nicht. Warum macht ein anderer Mann etwas, was meiner eigenen Natur total entgegengesetzt ist? Wieviele Männer sind es also wirklich, die ihr Libido so schlecht im Griff haben, dass sie sich über eine Frau hinwegsetzen müssen? Warum weiss ich das nicht? Warum offenbaren es anscheinend immer Frauen in den Medien im Zuge eines Skandals, aber Frauen, mit denen ich am Tisch sitze, sagen garnichts?
Harvey Weinstein war fast 30 Jahre durchgehend verheiratet, während ich single bin und bei jedem grösseren Problem mit Frauen eher Ausreiss nehme. Alle meine Freunde haben gute Gründe, keine Frau zu belästigen, entweder sind sie in glücklichen Beziehungen oder schwul. Und mir haben ein Haufen fremde Menschen schon einen Haufen Schaas erzählt. Insofern hätte ich halt gern mehr Klarheit, ob und inwiefern ich da was zu tun habe.
Donnerstag, 19. Oktober 2017
Freitag, 13. Oktober 2017
Der Gender-Pay-Gap ist angeblich grösser als bisher dargestellt. Und nein, das ist kein Problem.
Die KPÖ Steiermark meint (in Grossbuchstaben!): GENDER-PAY-GAP IST GRÖSSER ALS BISHER DARGESTELLT und Christine Braunersreuther ist offensichtlich der Meinung, dass das allein populistischen Aktionismus rechtfertigt. Meine Kritik daran wird über den Hinweis auf den Artikel sozusagn als "Antifeministische Agitation" abgeschmettert. So gesehn wird mir die KPÖ gleich um vieles unsympathischer. Nachdem mein Antwort-Kommentar immer länger wurde, hab ich es in einen Blogeintrag umgebaut.
Die "Sozialisierung" der Frau, ein feministisches Steckenpferd. Wenn schon im ganzen Artikel von "Fake News" (ein unglaublich grauslicher Ausdruck) gesprochen wird, dann sind derart unwissenschaftliche Aussagen genauso "Fake News". Wir leben seit gut 40 Jahren, also zwei Generationen, in einer der gleichberechtigsten Gesellschaften, die die Welt je gesehn hat. Und trotzdem machen die meisten Männer noch immer "Männerjobs" und die meisten Frauen "Frauenjobs". Die Idee der "Sozialisierung" ist so ziemlich der lächerlichste Erklärungsversuch feministischer Prägung bezüglich dieser Tatsache. Gesellschaft geschieht nicht einem natürlichen Vaakum, sondern ist unter anderem ein Resultat unserer Biologie. Und da kann sich der gesamte Feminismus auf den Kopf stellen, aber "Gesellschaft" gibts erst ein paar Tausend Jahre, unsere Biologie dagegen schon Millionen und eine Gesellschaft wird nie wider die Biologie funktioniern.
Ähm... Warum kann das nicht sein? Ist es derart undenkbar, dass Frauen vielleicht biologisch eher dazu geprägt sein könnten, in der Nähe ihrer Kinder zu bleiben als Männer? Selbst wenn es finanziellen Verlust bedeutet? Klar ist nicht jede gesellschaftliche Entwicklung "richtig" und es trifft auf keinen Fall auf jede Frau zu. Aber die gesamte Ausrichtung der Gesellschaft als künstliches Kulturkonstrukt abzutun ist abstrus.
Und die nächste abenteuerliche Behauptung, sogar mit Sicherheit! Berufe werden nicht schlechter bezahlt, weil Frauen ihn machen. Sowas zu behaupten widerspricht allem, was wir vom Kapitalismus wissen. Bisher konnte mir keine Feministin ernsthaft erklären, warum Männer noch immer Arbeit finden, wenn eine Firma 20 Prozent Gehalt sparen könnte, würde sie stattdessen eine Frau einstellen.
Und Frauenberufe werden nicht schlechter bezahlt, weil sie Frauenberufe sind. Sie werden schlechter bezahlt, da sie aus kapitalistischer Sicht weniger Wert generiern. Da kann man dafür oder dagegen sein, und aus sozialer Sicht ist das sicher problematisch. Aber es hat nichts mit der Form des Geschlechtsorgan zu tun.
Der ganze dritte Absatz ist eine einzige sinnlose Schuldsuche. Ich verstehe schon, dass die Frau als unterdrückte Klasse ein unglaublich verführerisches Konzept für Kommunisten ist. Aber meiner Erfahrung nach widerpricht jede ernsthaft erfolgreiche Frau allen dort aufgeführten Argumenten entschieden.
Ja. Stimmt. Der beste Satz diesbezüglich ist der Schlusssatz vom Zeit-Artikel. Warum? Relativ einfach: Weil Männer leider noch immer eher die sind, die Müll abtransportieren, in der prallen Sonne oder im Regen Strassen asphaltiern, in schwindelnder Höhe Betongebäude bauen, in brennende Häuser laufen, gefährliche Kriminelle jagen, gefährliche Strassen patroulliern, stressige Verantwortungsjobs annehmen und eher dazu bereit sind, das Arschloch zu sein, das Mitarbeiter entlässt und unangenehme Entscheidungen trifft. Weil für jede Frau, die bei der Arbeit zu Tode kommt, zehn Männer sterben. Weil eher Männer den Tatentrieb haben, zu forschen, zu basteln, zu experimentieren und dadurch überhaupt erst ermöglicht haben, dass Frauen Berufe anzunehmen, die vor hundert Jahren nur Männer machen konnten. Und, das kann ich garnicht genug unterstreichen, für Frauen der Erfolg des Partners ein weitaus höheres Argument für die Partnerwahl ist als für Männer. Und wir Männer wissen das, denn daraufhin wird jeder Bub von Anfang an "sozialisiert".
So gesehn ist es definitiv emanzipatorische Jammerei, wenn Feministinnen das Paygap beklagen. Respekt verdient Jammerei halt nicht unbedingt. Frauen verdienen weniger, weil "Geld" und "Erfolg" in der Prioritätenliste von Frauen nunmal niedriger gereiht ist, als in der von Männern. Und das war schon seit der Steinzeit so, denn nur so konnte die Spezies "Mensch" zur erfolgreichsten in der Erdgeschichte werden.
"Dass sie von Kind an so sozialisiert werden"
Die "Sozialisierung" der Frau, ein feministisches Steckenpferd. Wenn schon im ganzen Artikel von "Fake News" (ein unglaublich grauslicher Ausdruck) gesprochen wird, dann sind derart unwissenschaftliche Aussagen genauso "Fake News". Wir leben seit gut 40 Jahren, also zwei Generationen, in einer der gleichberechtigsten Gesellschaften, die die Welt je gesehn hat. Und trotzdem machen die meisten Männer noch immer "Männerjobs" und die meisten Frauen "Frauenjobs". Die Idee der "Sozialisierung" ist so ziemlich der lächerlichste Erklärungsversuch feministischer Prägung bezüglich dieser Tatsache. Gesellschaft geschieht nicht einem natürlichen Vaakum, sondern ist unter anderem ein Resultat unserer Biologie. Und da kann sich der gesamte Feminismus auf den Kopf stellen, aber "Gesellschaft" gibts erst ein paar Tausend Jahre, unsere Biologie dagegen schon Millionen und eine Gesellschaft wird nie wider die Biologie funktioniern.
"Als würden Frauen freiwillig schlechtere Bezahlung und/oder längere Kindererziehungszeiten in Kauf nehmen"
Ähm... Warum kann das nicht sein? Ist es derart undenkbar, dass Frauen vielleicht biologisch eher dazu geprägt sein könnten, in der Nähe ihrer Kinder zu bleiben als Männer? Selbst wenn es finanziellen Verlust bedeutet? Klar ist nicht jede gesellschaftliche Entwicklung "richtig" und es trifft auf keinen Fall auf jede Frau zu. Aber die gesamte Ausrichtung der Gesellschaft als künstliches Kulturkonstrukt abzutun ist abstrus.
"Dass diese Berufe schlechter bezahlt werden, [...] liegt [...] mit Sicherheit daran, dass sie seit jeher den Frauen zugeschriebenen [...] sind"
Und die nächste abenteuerliche Behauptung, sogar mit Sicherheit! Berufe werden nicht schlechter bezahlt, weil Frauen ihn machen. Sowas zu behaupten widerspricht allem, was wir vom Kapitalismus wissen. Bisher konnte mir keine Feministin ernsthaft erklären, warum Männer noch immer Arbeit finden, wenn eine Firma 20 Prozent Gehalt sparen könnte, würde sie stattdessen eine Frau einstellen.
Und Frauenberufe werden nicht schlechter bezahlt, weil sie Frauenberufe sind. Sie werden schlechter bezahlt, da sie aus kapitalistischer Sicht weniger Wert generiern. Da kann man dafür oder dagegen sein, und aus sozialer Sicht ist das sicher problematisch. Aber es hat nichts mit der Form des Geschlechtsorgan zu tun.
Der ganze dritte Absatz ist eine einzige sinnlose Schuldsuche. Ich verstehe schon, dass die Frau als unterdrückte Klasse ein unglaublich verführerisches Konzept für Kommunisten ist. Aber meiner Erfahrung nach widerpricht jede ernsthaft erfolgreiche Frau allen dort aufgeführten Argumenten entschieden.
"Die Arbeit von Frauen ist im Jahre 2013 immer noch weniger Wert als die von Männern."
Ja. Stimmt. Der beste Satz diesbezüglich ist der Schlusssatz vom Zeit-Artikel. Warum? Relativ einfach: Weil Männer leider noch immer eher die sind, die Müll abtransportieren, in der prallen Sonne oder im Regen Strassen asphaltiern, in schwindelnder Höhe Betongebäude bauen, in brennende Häuser laufen, gefährliche Kriminelle jagen, gefährliche Strassen patroulliern, stressige Verantwortungsjobs annehmen und eher dazu bereit sind, das Arschloch zu sein, das Mitarbeiter entlässt und unangenehme Entscheidungen trifft. Weil für jede Frau, die bei der Arbeit zu Tode kommt, zehn Männer sterben. Weil eher Männer den Tatentrieb haben, zu forschen, zu basteln, zu experimentieren und dadurch überhaupt erst ermöglicht haben, dass Frauen Berufe anzunehmen, die vor hundert Jahren nur Männer machen konnten. Und, das kann ich garnicht genug unterstreichen, für Frauen der Erfolg des Partners ein weitaus höheres Argument für die Partnerwahl ist als für Männer. Und wir Männer wissen das, denn daraufhin wird jeder Bub von Anfang an "sozialisiert".
So gesehn ist es definitiv emanzipatorische Jammerei, wenn Feministinnen das Paygap beklagen. Respekt verdient Jammerei halt nicht unbedingt. Frauen verdienen weniger, weil "Geld" und "Erfolg" in der Prioritätenliste von Frauen nunmal niedriger gereiht ist, als in der von Männern. Und das war schon seit der Steinzeit so, denn nur so konnte die Spezies "Mensch" zur erfolgreichsten in der Erdgeschichte werden.
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