"Dass sie von Kind an so sozialisiert werden"
Die "Sozialisierung" der Frau, ein feministisches Steckenpferd. Wenn schon im ganzen Artikel von "Fake News" (ein unglaublich grauslicher Ausdruck) gesprochen wird, dann sind derart unwissenschaftliche Aussagen genauso "Fake News". Wir leben seit gut 40 Jahren, also zwei Generationen, in einer der gleichberechtigsten Gesellschaften, die die Welt je gesehn hat. Und trotzdem machen die meisten Männer noch immer "Männerjobs" und die meisten Frauen "Frauenjobs". Die Idee der "Sozialisierung" ist so ziemlich der lächerlichste Erklärungsversuch feministischer Prägung bezüglich dieser Tatsache. Gesellschaft geschieht nicht einem natürlichen Vaakum, sondern ist unter anderem ein Resultat unserer Biologie. Und da kann sich der gesamte Feminismus auf den Kopf stellen, aber "Gesellschaft" gibts erst ein paar Tausend Jahre, unsere Biologie dagegen schon Millionen und eine Gesellschaft wird nie wider die Biologie funktioniern.
"Als würden Frauen freiwillig schlechtere Bezahlung und/oder längere Kindererziehungszeiten in Kauf nehmen"
Ähm... Warum kann das nicht sein? Ist es derart undenkbar, dass Frauen vielleicht biologisch eher dazu geprägt sein könnten, in der Nähe ihrer Kinder zu bleiben als Männer? Selbst wenn es finanziellen Verlust bedeutet? Klar ist nicht jede gesellschaftliche Entwicklung "richtig" und es trifft auf keinen Fall auf jede Frau zu. Aber die gesamte Ausrichtung der Gesellschaft als künstliches Kulturkonstrukt abzutun ist abstrus.
"Dass diese Berufe schlechter bezahlt werden, [...] liegt [...] mit Sicherheit daran, dass sie seit jeher den Frauen zugeschriebenen [...] sind"
Und die nächste abenteuerliche Behauptung, sogar mit Sicherheit! Berufe werden nicht schlechter bezahlt, weil Frauen ihn machen. Sowas zu behaupten widerspricht allem, was wir vom Kapitalismus wissen. Bisher konnte mir keine Feministin ernsthaft erklären, warum Männer noch immer Arbeit finden, wenn eine Firma 20 Prozent Gehalt sparen könnte, würde sie stattdessen eine Frau einstellen.
Und Frauenberufe werden nicht schlechter bezahlt, weil sie Frauenberufe sind. Sie werden schlechter bezahlt, da sie aus kapitalistischer Sicht weniger Wert generiern. Da kann man dafür oder dagegen sein, und aus sozialer Sicht ist das sicher problematisch. Aber es hat nichts mit der Form des Geschlechtsorgan zu tun.
Der ganze dritte Absatz ist eine einzige sinnlose Schuldsuche. Ich verstehe schon, dass die Frau als unterdrückte Klasse ein unglaublich verführerisches Konzept für Kommunisten ist. Aber meiner Erfahrung nach widerpricht jede ernsthaft erfolgreiche Frau allen dort aufgeführten Argumenten entschieden.
"Die Arbeit von Frauen ist im Jahre 2013 immer noch weniger Wert als die von Männern."
Ja. Stimmt. Der beste Satz diesbezüglich ist der Schlusssatz vom Zeit-Artikel. Warum? Relativ einfach: Weil Männer leider noch immer eher die sind, die Müll abtransportieren, in der prallen Sonne oder im Regen Strassen asphaltiern, in schwindelnder Höhe Betongebäude bauen, in brennende Häuser laufen, gefährliche Kriminelle jagen, gefährliche Strassen patroulliern, stressige Verantwortungsjobs annehmen und eher dazu bereit sind, das Arschloch zu sein, das Mitarbeiter entlässt und unangenehme Entscheidungen trifft. Weil für jede Frau, die bei der Arbeit zu Tode kommt, zehn Männer sterben. Weil eher Männer den Tatentrieb haben, zu forschen, zu basteln, zu experimentieren und dadurch überhaupt erst ermöglicht haben, dass Frauen Berufe anzunehmen, die vor hundert Jahren nur Männer machen konnten. Und, das kann ich garnicht genug unterstreichen, für Frauen der Erfolg des Partners ein weitaus höheres Argument für die Partnerwahl ist als für Männer. Und wir Männer wissen das, denn daraufhin wird jeder Bub von Anfang an "sozialisiert".
So gesehn ist es definitiv emanzipatorische Jammerei, wenn Feministinnen das Paygap beklagen. Respekt verdient Jammerei halt nicht unbedingt. Frauen verdienen weniger, weil "Geld" und "Erfolg" in der Prioritätenliste von Frauen nunmal niedriger gereiht ist, als in der von Männern. Und das war schon seit der Steinzeit so, denn nur so konnte die Spezies "Mensch" zur erfolgreichsten in der Erdgeschichte werden.
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